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---15.06.2010 Fragen an den "abgewählten Vorsitzenden" des ACEB, Antonio Kopp

Auf der Webseite des Allgemeinen Clubs für Englische Bulldogs (ACEB) unter http://www.aceb-ev.de/cms/  verbreitet die Gruppe um Antonio Kopp öffentlich eine "Mitgliederinformation des Vorstandes des ACEB e. V."

Darin wird eine Darstellung der Jahreshauptversammlung vom Februar 2010 verbreitet, die zumindest eine ganz andere ist, als es das Protokoll der Jahreshauptversammlung wie auch glaubwürdige Teilnehmer unabhängig voneinander aussagen. Uns erscheinen diese Darstellungen der Teilnehmer und das offizielle Protokoll zudem wesentlich glaubwürdiger und in sich schlüssiger. Aber man könnte nun sagen, da steht halt Aussage gegen Aussage. Schauen wir uns daher an, was jeder überprüfen kann.

Kopp schreibt in seiner Erklärung: "dass nur wir uns offen und transparent für unsere Rasse und deren Gesundheit einsetzen".

Herr Kopp, wenn "nur Sie" sich offen und transparent für unsere Rasse und deren Gesundheit einsetzen:

  • Wo war denn Ihr Vorschlag als Vorsitzender des ACEB für ein Programm zur Gesundung des Bulldogs - offen und transparent?

  • Wo war denn Ihr Engagement als Vorsitzender des ACEB für den neuen Standard des Kennel Clubs - offen und transparent?

  • Wo war denn Ihr Protest gegen die Benennung von erklärten Gegnern des neuen Standards als Richter - offen und transparent?

  • Was haben sie denn wirklich für die Gesundheit des Bulldogs GETAN?

  • Wo waren Sie denn, als der VDH anfragte, den Bulldog auf seinen Veranstaltungen vorzustellen und Werbung für die Rasse zu machen?

Unter Ihrer Führung wurde hingegen öffentlich für eine Petition GEGEN den neuen Standard geworben. Selbst auf die praktische Durchführung der vom VDH vorgeschriebenen Belastungstests haben Sie verzichtet (Anm. 17.6.). Zu den Europasieger-Shows 2009 und 2010 wurden sogar erklärte Gegner des neuen Standards als Richter eingeladen. "Offen und transparent" war hier lediglich die Ablehnung des neuen Standards.

Das erste Programm aus der Führung des ACEBs zur Gesundung des Bulldogs ist das hier von Ralf Treiber vorgestellte Programm zu den Aufgaben des Zuchtleiters. HIER wird sich "offen und transparent für unsere Rasse und deren Gesundheit" eingesetzt. Sicher kann man noch viele Details an dem Programm von Ralf Treiber diskutieren, aber es zeigt genau den richtigen Weg auf. Einen Weg, den der Bulldog dringend braucht und der auch dem Ansehen der Rasse nur zuträglich sein kann (man denke nur an die offenen Forderungen nach einem Zuchtverbot für die Rasse wegen Qualzucht).

Das ist auch der Weg, der vom kommissarischen ersten Vorsitzenden Raymond Kröger offen und vorbehaltlos unterstützt wird, wie auch von Züchtern und Mitgliedern, denen von Kopp das genaue Gegenteil unterstellt wird. Sind das die nächsten, die ausgeschlossen werden sollen? Sie konnten in ihrer Zeit als erster Vorsitzender beweisen, wie ernst es Ihnen mit dem Wohl des Bulldogs wie auch dem Wohl des Vereins ist. Ihre Taten und die heutige Bilanz sprechen für sich.

Anstatt sich für den neuen Standard und damit die Gesundung des Bulldogs einzusetzen, scheint ein Großteil der Energie wie auch der Gelder des ACEBs in Rechtsanwälte investiert worden zu sein, die missliebigen Mitgliedern nachstellten; meist waren es langjährige und erfahrene Mitglieder. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man so vereinsinterne züchterische Konkurrenz und Opposition einschüchtern und entsorgen wollte. Nicht nur öffentliche Sprüche unterstützen diese Vermutung, zum Beispiel wenn im Gästebuch auf der Website des ACEBs zu lesen war, dass man sich bei Ihnen bedankt, dass sie Mitgliedern das *** stopfen.

Einen Verein kann man aber nicht per Rechtsanwalt und durch Ausschlüsse zum Aufschwung führen. Vielmehr bedarf es hierzu eines positiven Programms und einer positiven Mobilisierung der Mitglieder sowie auch einer integrierenden Funktion des Vorstandes.

Diese Chance könnte ein neuer Vorstand um Kröger ergreifen und so den ACEB zu neuer Blüte führen. Für den Bulldog wäre es ein Segen. Lediglich Vermehrer und Hundehändler profitieren von dem Bild, das der ACEB unter Kopps Führung real abgibt.

---
p.s.: Noch kurz zur Jahreshauptversammlung selbst.
Sie hat stattgefunden, ordnungsgemäß und beschlussfähig. Wenn Sie als Vorsitzender die Versammlung vor Ende verlassen, so ist das ihre freie Entscheidung. Damit bleibt die Versammlung aber beschlussfähig. Und noch in dem Teil, den sie persönlich leiteten wurde die Wahl des neuen Zuchtleiters durchgeführt. Ihre Favoritin Veronika Naß* unterlag in einer demokratischen Wahl dem Gegenkandidaten Ralf Treiber. Dieser ist seither der ordnungsgemäß gewählte Zuchtleiter des ACEB. Sie haben dann erst etliche Tagesordnungspunkte später die JHV verlassen, und zwar in dem Moment als ein Antrag auf Amtsenthebung gegen Sie gestellt worden und klar war, dass sie nur noch eine kleine Minderheit hinter sich haben. Nennt man das eine seriöse Amtsführung?

* p.p.s. der Autor war zeitweise in Besitz von 4 Leitz-Ordnern aus dem Nachlass des ACEB-Mitbegründers und ersten Vorsitzenden Dr.Deermann. Die Ordner enthielten Original-Dokumente aus der Vorgeschichte und Frühzeit des ACEB, darunter auch die Original Gründungsurkunde. Zweimal wurde der Geschäftsstelle des ACEB unter V.Naß die kostenlose Übergabe dieser Unterlagen angeboten. Ein Antwort kam nie. Es muss schon ein seltsamer Verein sein, der kein Interesse an den Original-Dokumenten seiner Gründung hat.




Connor und Hannibal
Ein kühler Bach erfrischt!
---09.06.2010 Vorsicht bei Hitze!

Hunde sind in aller Regel eher für Kälte, denn für Hitze gebaut. Sie können nicht schwitzen wie ein Mensch. Der Wärmeaustausch läuft zu einem großen Teil über die Atemwege. Bulldogs können das aufgrund ihres massigen Körperbaus und ihrer züchterisch oft geschädigten Atemwege noch einmal besonders schlecht. Zudem sind extreme Show-Bulldogs meist von Atmung und Herz her eh belastet und anfällig. Falsches Verhalten bei Hitze gibt ihnen dann nicht selten den Rest.

Dabei kommen gesund gezüchtete Bulldogs mit Hitze erstaunlich gut zurecht. Das zeigt sich auch daran, dass Bulldog weltweit vorkommen, auch in den heißen Zonen aller Kontinente, wie z.B.im WM-Land Süd Afrika.

In der Regel wissen die Hunde selbst sehr gut, was richtig ist (Welpen und halbstarke Junghunde einmal ausgenommen). Viele Bulldogs lieben es sogar, sich in der prallen Hitze regelrecht braten zu lassen und ziehen sich dann schlagartig zum Kühlen in eine dunkle Ecke zurück. Man sollte den Bulldog selbst entscheiden lassen, wo er wie lange liegen will oder wann er spielen möchte. Aber das geht ja nicht immer. Hier ein paar Hinweise:

Bei großer Hitze beachten:
  • Keine Belastungen aufdrücken   
  • Immer Wasser zum Trinken anbieten. Auch zum Pfoten kühlen oder Plantschen ist es hilfreich und ein feuchter Bauch kühlt den Bulldog ebenfalls gut ab. Das will aber jeder anders.
  • Am besten tagsüber in der Wohnung lassen bzw. an einem schattigen Platz im Garten.
  • max. kleine Spaziergänge, wenn dann in der Morgenfrühe vor 8 Uhr
  • Keine langen Autofahrten
    Wenn unbedingt nötig nur mit Klimaanlage und an einer Stelle im Auto ohne direkte Sonneneinstrahlung und immer Wasser zum Trinken bereit halten.
  • Nie im parkenden Auto lassen, auch nicht kurz.

 Was tun bei Überhitzung:

    1.) möglichst an eine ruhige, kühle Stelle zurückziehen
    2.) Ruhe, Ruhe, Ruhe - nur keine Panik, Hektik, Gekreische etc.
    3.) Wasser anbieten, ev. Lippen befeuchten und mit feuchten Tüchern kühlen - ohne Hektik
    4.) keine abrupten Kühlungen wie etwa mit einem Eimer Wasser übergießen - Herzschlag!
    5.) geduldig abwarten, Ruhe, Ruhe, Ruhe...
    6.) Fehler nicht wiederholen!
    Allerdings:
   
Sollte die Zunge blau anlaufen
oder/und schweres Hecheln in Atemnot übergehen (z.B. kurzes gestocktes Atmen)
oder starke Unruhe länger anhalten,

>>> unbedingt SCHNELL den TIERARZT hinzuziehen!
 
Akute Lebensgefahr
!


Zu Atemnot (Dyspnoe):
"Im Gegenteil dazu ist die Atmung bei einer Dyspnoe stark angestrengt und der Hund nimmt dabei eine ungewöhnliche Körperhaltung ein (z. B. steht die ganze Zeit, streckt den Kopf nach vorne oder nach oben). Die Zungenfarbe kann von blass-rosa, bis in schlimmen Fällen, blau varieren. Häufig entstehen dabei laute Atemgeräusche, wie Pfeiffen, Stöhnen oder ein feuchtes Röcheln. Atemnot ist ein absoluter Notfall."
aus: http://www.kirasoftware.com/Die_Atmung_unserer_Hunde_Dyspnoe.php

p.s. Für Extrembulldogs /Show-Bulldogs: vorsorglich immer nasse Handtücher bereit haben, spezielle Kühl-Unterlagen verwenden, in Ruhe lassen!

p.p.s. auch im heißen Süd Afrika setzen sich Züchter für den neuen Standard des Kennel Clubs ein.


---24.05.2010 Lackierte Fußnägel

Wie der Herr so das Gescherr - die Englische Bulldogge der Beckhams wurde jetzt fotografiert: mit pink lackierten Fußnägeln. Leider kann Coco, so heißt das Bulldoggen-Mädchen, nicht verhindern, dass es von fragwürdigen Menschen so vereinnahmt wird. Die Beckhams sollte sich besser einen Termin beim Hundefrisör geben lassen. Das wäre wenigstens fair.

Promi News - Beckhams Schoßhündchen bekommt Maniküre



---19.05.2010 Information zur Jahreshauptversammlung des ACEB

Aus gegebenem Anlass geben wir hier die Möglichkeit zu einer ersten Information über die

Jahreshauptversammlung des Allgemeinen Clubs für Englische Bulldogs e. V. (ACEB) vom 27.02.2010

Leider hat der von der Jahreshauptversammlung mit deutlicher Mehrheit abgewählte ehemalige Vorstand um Antonio Kopp weder die Geschäfte an den neuen kommissarischen Vorstand abgegeben noch das Protokoll satzungsgemäß den Mitgliedern zukommen lassen.

Das offizielle Protokoll der Jahreshauptversammlung des Allgemeinen Clubs für Englische Bulldogs e. V. (ACEB) vom 27.02.2010 kann daher ab sofort von den Mitgliedern des ACEB beim
gewählten kommissarischen 1. Vorsitzenden Raymond Kröger

angefordert werden. Raymond Kröger steht auch für weitere Fragen der Mitglieder zur Verfügung (Kontaktdaten siehe unten) .

Wichtige Information für Züchter des ACEB und Welpenkäufer:

Gültige Papiere, Ahnentafeln, Wurfabnahmen etc. gibt es ab sofort ausschließlich über den neuen gewählten Zuchtleiter Ralf Treiber (Kontaktdaten siehe unten) bzw. von ihm beauftrage Zuchtwarte.


kommissarischer 1. Vorsitzender des ACEB

Raymond Kröger
Hohenheide 6
24800 Elsdorf-Westermühlen

Telefon: 0172 4109741


Zuchtleiter des ACEB

Ralf Treiber
Rosenstrasse 9
76477 Elchesheim

Telefon: 07245 82033




---11.05.2010 "IG pro Bulldog"

Am 10.05.2010 erhielt Bulldogge.de eine Email einer angeblichen "IG pro Bulldog" oder "IG pro Bulldogs" im ACEB, allerdings ohne Namen oder Unterschrift, also anonym. Vielleicht kennt dieser oder jener sich hier besser aus. Hier der Text der Email:

"IG pro Englisch  Bulldogs.

Wir sind eine Interessengemeinschaft  für die Englische Bulldogge,ein Zusammenschluß aus Haltern ,Mitgliedern im ACEB.

Was auf Ihrer Homepage veröffentlicht wird was den Bulldog betrifft,und den Zuchtverein der hier ständig von Ihnen demontiert wird,ist Anlaß daß wir unsere Meinung kundtun. Sie widersprechen sich ständig,wenn man zurückverfolgt was den ACEB und deren Amtsträger betrifft. Liest man Artikel auf dieser Homepage dann werden  Leute die für ihr Amt gewählt wurden ,von Ihnen und Ihren Anhängern defamiert.Ein paar Monate später werden die gleichen Leute als die Retter der Rasse und des ACEB hochgelobt.
Wissen Sie eigentlich was Sie wollen? Wissen Sie was Sie schreiben? Sind Sie Mitglied in diesem Verein?
Da werden einfach Behauptungen aufgestellt ,egal ob sie stimmen .Wir sind schockiert was alles geschrieben wird.Das Beste wäre Sie würden aufhören hier immer wieder Hetzkampagnen zu fahren.
Jetzt wird der neue Zuchtleiter des ACEB als der alleinig Seligmachende vorgestellt.
Hat dieser neue Zuchtleiter schon Erfahrung in der Zucht?
Das was er umsetzen will und von sich gibt kann schnell zum Bumerang werden.
"Aussage der neuen Zuchtleitung: Meiner Meinung nach gehört ein vernünftig auf Gesundheit gezüchteter Bulldog zu den unproblematischsten Rassen,die in der Regel einen Tierarzt nur zur Auffrischung der regelmäßigen Impfungen zu sehen bekommen."
Das sehen wir anders. Der neue Zuchtleiter weiß(wir hoffen es) daß zu einem auf Gesundheit gezüchteten Englisch Bulldog ,auch eine normale Geburt gehört.Das ist der Anfang ,wenn man von einer unproblematischen Rasse spricht. Da sollte man ansetzen und nicht solche Aussagen verbreiten.
Auch von diesem Zwinger wissen wir daß es nur Schnittgeburten gab,ebenso bei den Vorstellungen von anderen Züchtern.
És ist unglaublich was hier steht und Sie von sich geben.
Wir werden den Bulldog immer verteidigen und diese Züchter unterstützen die wirklich zum Bulldog stehn und deren Gesundheit!

IG pro Bulldog!"

-----Antwort von Bulldogge.de am 11.05.2010:

  1. Jeder, der die Gesundung des Bulldogs und die praktische Durchsetzung des neuen Standards des verantwortlichen Kennel Clubs befördert, findet unsere Unterstützung, unabhängig von der Person.
  2. Die auf Bulldogge.de veröffentlichten Forderungen des neuen Zuchtleiters sind exakt ein solches Programm zur Gesundung des Bulldogs. Was daran konkret auszusetzen sein soll, sagt die "IG" nicht. Die Zuchtleitung findet meine volle Unterstützung, wenn und solange sie Punkt 1 auch in der Praxis befördert - wenn der Zuchtleiter hierzu nur die Möglichkeiten erhält.
  3. Vom im Februar 2010 abgewählten Vorstand um Kopp/Naß waren von meiner Seite aus leider keinerlei konstruktive Aktivitäten für den Bulldog zu verzeichnen.
  4. Der auf der JHV neu gewählte (kom.) Vorstand um Raymond Kröger wird ebenso meine volle Unterstützung finden, solange und sofern er diesen auch von Zuchtleiter Ralf Treiber aufgezeigten Weg geht.
  5. Wenn die "IG" hier Demontage des ACEBs unterstellt, so sollte sie diesen Vorwurf besser an den abgewählten, ehemaligen Vorstand des ACEB um Kopp selbst richten; der ACEB hat sich in den letzten Monaten selbst demontiert  (siehe auch Artikel auf Bulldogge.de zum Ausschluss von Georg Scherzer).
  6. Warum versteckt sich die "IG pro Bulldog" in Anonymität, wenn sie nichts zu verbergen hat? Was sind die Vorschläge der "IG"?

....und last but not least:
Was gibt es denn an dieser Aussage von Herrn Treiber zu bemäkeln?
"Meiner Meinung nach gehört ein vernünftig auf Gesundheit gezüchteter Bulldog zu den unproblematischsten Rassen, die in der Regel einen Tierarzt nur zur Auffrischung der regelmäßigen Impfungen zu sehen bekommen."
Es gibt keinen echten Bulldog-Freund, der diese Aussage nicht aus vollster Überzeugung unterschreiben könnte, eben weil sie wahr ist.


Hundehandel
Foto: Polizei
---07.05.2010 Hundehandel

Einen völlig entkräfteten Bulldog-Welpen (siehe Foto) befreite die Polizei in Nürnberg aus einer Obstkiste im Kofferraum.

Hundehandel ist Tierquälerei und wer beim Hundehändler kauft macht sich mitschuldig an den Leiden der Welpen aber auch der Mütter in den Hundefrabriken.


---20.04.2010 Neues Tierschutzgesetz - Verbot des Bulldogs?

Am 16.04.2010 fand im Deutschen Bundestag eine Anhörung zu dem Entwurf eines neuen Tierschutzgesetzes statt. Etwa 45 Vertreter verschiedenster Verbände und Einrichtungen wie Bauernverband, Pharmaindustrie, Tierärzteorganisationen, Zoodirektoren, Tierhaltervertretungen, Ethiker und natürlich Tierschutzorganisationen wie der Deutsche Tierschutzbund gaben ihre Statements ab.

Darunter auch Christoph Jung, Sprecher des Dortmunder Appells, Autor "Schwarzbuch Hund" und Herausgeber dieses Portals Bulldogge.de. Christoph Jung forderte gesetzliche Mindeststandards für die Hundezucht und eine rechtlich griffigere Definition von Qualzucht. Sein Beitrag stieß inbesondere bei Vertretern von Tierärzteorganisationen auf ausdrückliche Zustimmung. (siehe auch: Neues Tierschutzgesetz geplant)

Dabei kritisierte Christoph Jung auch die Forderung u.a. der Vertreterin einer Tierärzteorganisation, ganze Hunderassen, namentlich auch den Bulldog wegen verbreiteter Qualzucht zu verbieten. Sicher, Atemnot, schwere und tiefergelegte Körper, riesige Köpfe, schwere Falten, die teils die ganze Nase (oder was davon übrig bleibt) bedecken, Kaiserschnitt als Standardgeburt, usw. sind eindeutig Erscheinungen von Qualzucht, die auch beim Bulldog verbreitet sind.

Aber der Bulldog darf nicht an den Schwarzen Schafe der Zucht (die es innerhalb und außerhalb des VDHs gibt) gemessen werden. Sicher - Züchtern, die o.a. übertypisierter Bulldogs züchten oder Welpen mästen und in Blumenkästen laufen lernen lassen, gehört wegen Tierquälerei das "Handwerk" gelegt. Das war sicher auch allgemeiner Konsens der Beratung im Bundestag und wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch bald geltendes Recht werden.

Doch der Bulldog hat einen gesunden Kern.

Vielleicht auch gerade weil er mit extremen und übertypisierten Körpermerkmalen bereits seit Jahrzehnten durch die Zucht gebeutelt ist, konnten sich viele Erbkrankheiten beim Bulldog nicht so verbreiten, da die Population ansonsten gänzlich platt gewesen wäre. Es ist daher relativ leicht, einen gesunden, aber trotzdem typgerechten Bulldog zu züchten. Der neue Standard des Kennel Clubs gibt hierzu beste Voraussetzungen. Eine gemeinsame Anstrengung aller Bulldog-Freunde unter den Züchtern würde dies innerhalb 10 Jahren im wesentlichen gelingen lassen.

Ein Zuchtverbot würde zudem der Tatsache nicht gerecht, dass heute mehr oder weniger alle Hunderassen durch die Fehlentwicklungen der Rassehundezucht gebeutelt sind. Die meisten Erscheinungen von Qualzucht sind allerdings nicht so plakativ sichtbar wie der nach Luft hechelnde, überschwere und befaltete Bulldog. Es sind die durch die Zucht weit verbreiteten und teils erst hervorgerufenen Erbkrankheiten, oft in Verbindung mit Inzucht-Exzessen, die das gesundheitliche Niveau vieler Rassen als tierschutzrelevant einschätzen lassen.

Aufruf an Bulldog-Freunde

Im Interesse des Wohls unserer geliebten Bulldogs wie auch der Vermeidung eines allgemeinen Zuchtverbots möchten wir alle wirklichen Bulldog-Freunde aufrufen, diejenigen Züchter, Richter und Vereinsfunktionäre aber auch Halter anzuprangern, die sich weiterhin der Gesundheit der Hunde und dem neuen Standard verweigern.





---09.02.2010 Niedersachsen - CDU will Maulkorb und Leinenpflicht für alle Hunde über 20 KG
p.s. Im April 2010 musste Ehlen sein Amt aufgeben. Ob damit seine Maulkorbpläne ad acta sind, muss sich noch herausstellen.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) will ein schärferes Hundegesetz. Der Entwurf für ein solches Gesetz sieht unter anderem eine Maulkorb- und Leinenpflicht für alle Hunde vor, die schwerer als 20 Kilogramm oder größer als 40 Zentimeter sind. Das heisst, auch unsere Bulldogs müssten alle einen Maulkorb tragen.

Eine Bulldogge mit Maulkorb?

Wenn Hunde ständig außerhalb der Wohnung einen Maulkorb tragen müssen, so ist dies Tierquälerei. Auch eine so unterschiedslose Regelung allein aufgrund äußerer körperlicher Merkmale zeugt von Unkenntnis und Ignoranz gegenüber den Hunden.
Anlass für diese weiteren Sanktionen gegen Hunde war die schlimme Beißattacke zweier Rottweiler auf zwei Kinder und deren Mutter. Die Halterin, 18-fach (!) vorbestraft, hatte ihre Hunde unangeleint auf einem Spielplatz laufen lassen.

Aber anstatt nun gegen solche Hundehalter vorzugehen und z.B. ein generelles Verbot der Haltung von großen Hunden für einschlägig Vorbestrafte auszusprechen, werden erst einmal wieder die Hunde sanktioniert. Die müssen ausbaden, dass eine 18-fach Vorbestrafte unangeleint mit 2 Rottweilern, davon einer erst kürzlich aus einer Problemhaltung aufgenommen, herumläuft und auch weiterhin unbehelligt auf freiem Fuß ist. Das Amtsgericht Hildesheim sprach auch hier wieder einmal lediglich ein Bewährungsstrafe aus, Vorstrafe Nummer 19 - d.h. ohne jede praktische Konsequenz für die Hauptverantwortliche.

Stattdessen sollen jetzt in einem unqualifizierten Rundumschlag alle Hunde und Hundehalter in die Verantwortung genommen werden.

Alle Erfahrungen der letzten 20 Jahre hingegen haben unisono gezeigt, dass Rasselisten oder phänotypische Pauschalkriterien rein gar nichts bringen. Will man Gefahren durch Hundebisse minimieren, so geht der Weg einzig über die Halter. Davon aber will die niedersäschsische CDU offenbar nichts wissen.

Rote Karte für Minister Ehlen.




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Wir trauern um

Hannibal


Hannibal
Hannibal


der am 13.01.2010
 
kurz nach seinem 12. Geburtstag

gestorben ist.



Hannibal und Conner
Hannibal (re.) und Conner









Letztes Update ( Donnerstag, 17. Juni 2010 )
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